Nachdem es zu TOP 5 der Gemeinderatssitzung am 7.5.2019 offene Fragen gab, auf die auch die anwesenden Vertreter des Regierungspräsidiums nicht zufriedenstellend antorten konnten, wurde der TOP vertagt. Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler hat sich inzwischen nochmals mit der Angelegenheit befasst und zu einem Vor-Ort-Termin am 13.5. auch die Kandidaten der Freien Wähler eingeladen. Nach dem Planfeststellungsbeschluss von 2010 sollten 7.000 qm Ackerfläche am verlängerten Pfinzkanal zwischen Zolldenbach und dem südlich davon liegenden Wirtschaftsweg in extensives Grünland umgewandelt werden (Maßnahme „E3“). Eine weitere planfestgestellte Maßnahme sieht vor, das südliche Zolldenbachufer aufzuweiten, um einen etwa 10 m breiten Schilfgürtel zu entwickeln (Maßnahme „E2“). Das Regierungspräsidium hatte angefragt, ob die Maßnahme E3 „anstatt senkrecht nun parallel zum Zolldenbach“ verlaufen könne. Die genaue Abgrenzung war aus den Sitzungsunterlagen und auch aus der Beamerpräsentation leider nicht nachzuvollziehen, so dass der Eindruck entstand, dass die 7.000 qm dem Schilfgürtel über die gesamte länge des Flurstücks zugeschagen werden. Damit wäre die Blockadewirkung der Maßnahme E2 gegen eine eventuelle Umfahrung von Rußheim verstärkt worden. Die Freien Wähler halten eine solche Umfahrung nur auf lange Sicht und unter vorheriger Klärung weiterer Voraussetzungen für realisierbar. Aber es gilt, auch langfristige Möglichkeiten nicht zu verbauen.

Vor Ort wird vieles klarer

Bei genauer Analyse der Planunterlagen im Bauamt wurde klar, dass es lediglich um eine „Drehung“ der Extensivierungsfläche geht, an die dann auch die durch den beabsichtigten Kreiselbau wegfallenden Kompensationsflächen angeschlossen werden könnten. Auch bei der Vor-Ort-Besichtigung erschien die Änderung sinnvoll. Aus unserer Sicht tangiert die beabsichtige Änderung eine zukünftige Umfahrung nicht. Es liegen allerdings eine Reihe anderer Biotope in den denkbaren Trassenvarianten.

 


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